Corona Auswirkungen
Preise für Gewerbeimmobilien stagnieren, Anstieg bei Wohnimmobilien

Wohnimmobilien in Deutschland haben sich in den letzten 12 Monaten noch einmal unbeeindruckt von der Pandemie, verteuert. Die Preise für Gewerbeimmobilien stagnieren währenddessen weitgehend. Laut vdp-Preisindex geht die Schere bei der Preisentwicklung immer weiter auseinander.

Zum Jahresende 2020 haben die Immobilienpreise in Deutschland im Vergleich mit den Vorjahreszahlen insgesamt einen Anstieg von 6 % zu verzeichnen. Der Anstieg der Immobilienpreise im Pandemiejahr 2020 bewegt sich somit nahezu auf dem Niveau von 2019 mit einem Wachstum von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Schere zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien klafft jedoch immer weiter auseinander, erklärt vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Die Preise für Gewerbeimmobilien stiegen nur geringfügig um 0,6 %, während sich Wohnimmobilien um 7,5 % verteuerten!

Der Grund dafür dürfte die staatliche Steuerung des Infektionsgeschehen sein. So lange die Pandemie nicht durch Impfung größerer Bevölkerungsschichten nachhaltig kontrollierbar ist, desto gravierender fallen die Konsequenzen für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt aus.

Preise für Mehrfamilienhäuser steigen weiter

Selbst genutztes Wohneigentum verteuerte sich laut vdp-Index gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 8,5 % am stärksten. Mit Beginn der ersten Kontaktbeschränkungen 2020 stiegen die Preise um 6,8 %.
Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnen ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich der vierten Quartale 2019 und 2020 und die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 8,4 %. Bei Mehrfamilienhäusern sieht es ähnlich aus.
Laut den vdp-Experten liegt das daran, dass die Nachfrage nach Wohneigentum wegen weiterhin günstiger Kreditzinsen und mangels Anlagealternativen ungebrochen hoch bleibt.

Büropreisboom bei Gewerbeimmobilien durch Pandemie gestoppt

Stärker als bei Wohnimmobilien ist der Markt für Gewerbeimmobilien betroffen. Die Auswirkungen der Lockdowns auf die Nutzungsmöglichkeiten vor allem von Büro- und Einzelhandelsimmobilien sind erschreckend. Die Preise sind zwar mit 0,6 % leicht gestiegen, jedoch war das Wachstum 2019 mit 6,0 % zehn Mal höher.

Neuvertragsmieten führten durch den wachsenden Online-Handel und Homeoffice Varianten zu einem Rückgang im vierten Quartal 2020 um 1,4 % zum gleichen Quartal im Jahr davor.

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